Dina Neumark wurde am 1. April 1848 in Windecken, Kreis Hanau als Tochter des Lehrers Samuel Neumark und dessen Ehefrau Jette geb. Lichtenstein geboren.[1]
Im Jahr 1872 reiste Dina Neumark von Hamburg nach New York, vermutlich mit dem Ziel der Auswanderung in die Vereinigten Staaten.[2] Details zu ihrer Rückreise sind nicht bekannt.
Dina Neumark heiratete am 5. Juni 1883 in Hannover den Händler Seligmann David, geboren am 15. Januar 1824 in Rengshausen, Kreis Rotenburg a. d. Fulda.[3] Über Kinder des Paares ist nichts bekannt. Vermutlich starb Seligmann David im November 1890.[4]
Dina David wurde nach einem Aufenthalt im israelitischen Krankenhaus am 26. August 1940 im Alters- und Pflegeheim Langenhagen aufgenommen und am 22. Juli 1942 „zum Abtransport nach Ahlem“ entlassen.[5] Vermögen besaß sie da keines mehr.[6] Am 23. Juli 1942 wurde Dina David nach Theresienstadt deportiert.[7] Am 12. August 1942 kam sie dort im Alter von 94 Jahren um.[8]
- Synagogengemeinde Windecken (Kr. Hanau), Geburtsregister, Jg. 1848, S. 34/35, o. N., Dina Neumark, geb. 01 Apr 1848; Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, HHStaW Best. 365 Nr 825, Rückvergrößerung von Mikrofilm, B 19 v. 27, https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1030595 (abger. 21.01.2024). ↑
- In der Liste ist für alle Passagiere die Auswanderung in die Vereinigten Staaten angegeben. Eine Begleitung von Dina Neumark ist nicht erkennbar: Stadt Hamburg, Auswandererlisten, Jg. 1872, 05 Jun 1872, Dampfschiff Hammonia, Dina Neumark; Ancestry.com, „Hamburger Passagierlisten, 1850-1934“, Datenbank mit Scans, 1870-1879 > Direkt Band 026 (1 Jan 1872 – 30 Jun 1872) > Bild 324 v. 380, https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/1068/images/K_1717_080476-0324 (abger. 17.01.2024); Originale: Staatsarchiv Hamburg, Bestand: 373-7 I, VIII A 1 Band 026 D, Seite 648, Mikrofilmnummer K_1717. ↑
- Standesamt I Hannover, Heiratsregister, Jg. 1883, Bd. 2, Nr. 387, Seligmann David u. Dina Neumark, geh. 05 Jun 1883; Stadtarchiv Hannover, zum Erstregister erklärtes Zweitregisterbuch. Für den Namen des Ehemanns ist angegeben „Seligmann Davidt, schreibt David“. ↑
- Stadt Hannover, Einwohnermeldekartei, Dina David; Stadtarchiv Hannover, StadtA H 1.HR.03.2, Selekt Juden, Karte 844. Enthält zum Ehemann den Vermerk „? 11.90. tot“. ↑
- Der Eintrag enthält den Hinweis „Isr.[aelitisches] Krk.[enhaus]“. Alters- und Pflegeheim Langenhagen, Hauptregister, Nr. 760, Dina David geb. Neumark; Stadtarchiv Hannover, StadtA H, 1.NR.5.08 Nr. 20683. ↑
- Oberfinanzpräsident in Hannover, Vermögensverwertungsstelle, Akte für Dina David geb. Neumark; Niedersächsisches Landesarchiv, Abt. Hannover, NLA HA, Hann. 210, Acc. 2004/023 Nr. 1344. ↑
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Gestapo-Transportliste, 23.07.1942, Hannover nach Theresienstadt, unpaginiert (Bild 25), Nr. 484, Dina David; Niedersächsisches Landesarchiv, Abt. Hannover, NLA HA, Hann. 210, Acc. 160/98 Nr. 17; zit. nach: Statistik-des-Holocaust.de, http://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_nwd_420723.html (abger. 04.02.2023).
Auch: Oberfinanzpräsident in Hannover, Vermögensverwertungsstelle, Akte für Dina David geb. Neumark; Niedersächsisches Landesarchiv, Abt. Hannover, NLA HA, Hann. 210, Acc. 2004/023 Nr. 1344. ↑ -
Ghetto Theresienstadt-Kartei, Karte für Dina David; Arolsen Archives, Sign. DE ITS 1.1.42.2 11422001 046, https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/4968012 (abger. 03.06.2026).
Auch: Bundesarchiv: Gedenkbuch : Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945 (Datenbank online), Dina David geb. Neumark, https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/843662 (abger. 04.02.2023). ↑
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